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RP: Buchhorn: Stadt ist kein A3-Parkplatz

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22
Sep
2012

Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat in einem Schreiben mitgeteilt, wie der Bau einer neuen Rheinbrücke und der Ausbau des Autobahnkreuzes die Stadt Leverkusen belasten könnten. Der Oberbürgermeister will „genau hinschauen“.

VON PETER KORN
LEVERKUSEN „A3 zwischen Leverkusen- Opladen und Leverkusen-Zentrum zwei Kilometer stockender Verkehr – auf der A1 zwischen Burscheid und Leverkusen fünf Kilometer Stau“: So hieß es auch gestern Nachmittag wieder in den Verkehrsfunk- Meldungen. Und das war schon eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vormittag, denn da ging rund um Leverkusen wieder einmal gar nichts. Der Ausweichverkehr verstopfte zudem zahlreiche innerstädtische Straßen. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) graust es schon jetzt, wenn er sich vorstellt, was angesichts der erwarteten zusätzlichen Belastungen auf Leverkusen noch alles zukommen könnte, wenn erst einmal der geplante Bau der neuen Rheinbrücke und der Umbau des Leverkusener Kreuzes beginnt. „Unsere Stadt darf nicht zum Parkplatz der A1 und A3 verkommen“, betonte der Stadtchef gestern auf Anfrage. Er hatte deshalb schon vor einiger Zeit an den Landesbetrieb Straßen.NRW geschrieben – mit dem Ziel, frühzeitig Informationen über zu erwartende Verkehrsbelastungen zu bekommen. Neue Brücke nicht vor 2025 Das Antwortschreiben hat die Stadt jetzt ihrem Mitteilungsblatt z.d.A. Rat beigefügt – und daraus geht unter anderem hervor, dass die neue Brücke über die A1 wohl nicht vor 2025 kommen wird. Bis dahin, so heißt es in dem Brief, bleibe allerdings die Verengung der sechs Fahrspuren als Baustellenfahrstreifen. Sie wurden für die Schweißarbeiten eingerichtet, die die Tragfähigkeit der Brücke sichern sollen und die noch bis Frühjahr 2013 laufen. Danach ist die engere Verkehrsführung laut Straßen. NRW aber auch weiterhin notwendig, „um die auskragenden Brückenränder zu entlasten“. Von Entlastung für Leverkusen während der Umbauphase des Kreuzes steht in dem Brief allerdings nichts. Die Antwort fällt vielmehr vage aus: „Aussagen zu Bauabläufen und insbesondere zu den damit verbundenen Konsequenzen für den überörtlichen und örtlichen Verkehr sowie gegenüber den Anliegern lassen sich zurzeit noch nicht treffen“, heißt es dort lapidar. Buchhorn erklärte auf Anfrage, er rechne in den nächsten Jahren zwar noch nicht mit dem Start der Arbeiten, gehe aber davon aus, dass sie – einmal begonnen – mindestens zehn Jahre dauern werden: Und er wolle möglichst früh erreichen, dass die Leverkusener Innenstadt nicht zur Dauerausweichstrecke für die Autobahn werde. „Da müssen intelligente Umleitungen geschaffen werden“, fordert der Stadtchef. Er werde in jedem Fall genau auf die Planung schauen: „Dass uns Baustellen- Staus der A1 und A3 auf Jahre die Stadt verstopfen, werden wir uns nicht bieten lassen.“

INFO
Brückenarbeiten

Laut Straßen.NRW betreffen die anstehenden Brückenarbeiten die Vorlandbrücke (Köln-Niehl), die Strom- und Rheinbrücke (Köln und Leverkusen) sowie die Hochstraße A und B (beide Leverkusen).

Neuigkeiten:

KSTA: Brücken werden zu Baustellen

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1
Sep
2012

Die Rheinübergänge sind in die Jahre gekommen–
Während Sanierung drohen Staus

VON MATTHIAS PESCH (TEXTE)
UND STEFAN WORRING (BILDER)
Ein Kraftakt, „vergleichbar mit der Hochzeit des U-Bahn-Baus“: So beschreibt Gerd Neweling, Chef des Kölner Amtes für Brücken und Stadtbahnbau, die Dimension dessen,was in den nächsten Jahren auf die Stadt zukommt. Die vier städtischen Rheinbrücken sind in die Jahre gekommen und müssen generalsaniert werden, grob geschätzt mehr als 150 Millionen Euro werden die Arbeiten verschlingen, die nach jetzigem Stand erst Ende 2024 abgeschlossen sein werden. Und die Kölner sind nicht allein: Der Landesbetrieb StraßenNRWsetzt die Leverkusener Autobahnbrücke in Stand und wird auch zwei der drei Bonner Rheinbrücken in Angriff nehmen. Bei einer Generalsanierung werden unter anderem die Fahrbahnbeläge samt Abdichtungen erneuert, ebenso Korrosionsschutz, Querfugen, Brückenlager und Entwässerung – und die Betonteile werden instand gesetzt. Das bedeutet für die Autofahrer: jahrelange Behinderungen und Staus auf den „Lebensadern“ der Städte. Falls dann verstärkt Autofahrer auf die Bahn umsteigen, „werden wir natürlich reagieren“, so Franz Wolf Ramien, Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB).

LEVERKUSENER BRÜCKE
Derzeit werden an dem Bauwerk die Schweißnähte instand gesetzt. Die Arbeiten dauern nach Angaben des Landesbetriebs Straßen NRW bis März nächsten Jahres und kosten rund eine Million Euro. Zwischen April und Dezember werden dann die Dehnungsfugen erneuert (4,2 Millionen Euro). Dann soll die Brücke bis zum Neubau (bis 2025 geplant) stabil sein.

MÜLHEIMER BRÜCKE
Die Sanierung sollte eigentlich 2012 beginnen, wurde aber wegen der dringenderen Renovierung des Autobahntunnels Grenzstraße zurückgestellt. Jetzt soll es laut Stadtverwaltung 2015 mit der Generalsanierung losgehen. Möglicherweise müsse dabei auch ein Teil der linksrheinischen Zufahrtsrampe abgerissen und neu gebautwerden.Kosten: knapp 40 Millionen Euro.

ZOOBRÜCKE
Die Generalsanierung soll in den Jahren 2022 bis Ende 2024 erfolgen – die Kosten werden auf 47 Millionen Euro geschätzt. Nachdem allerdings 2010 bekannt wurde, dass in drei Zufahrtsrampen möglicherweise problematischer Stahl verbaut wurde, müssen diese Brückenteile untersucht werden. Die Stadt hofft noch in diesem Jahr auf Ergebnisse; derzeit gibt es Einschränkungen für den Lkw-Verkehr

DEUTZER BRÜCKE
Ein neues, höheres Geländer wurde bereits 2010 angebracht, derzeit arbeitet die Stadt an der rechtsrheinischen Rampe der Brücke. Dort wird unter anderem die Begrenzungswand zum Gleisbett der Stadtbahn erneuert, außerdem werden Fugen saniert. Die Arbeiten sollen Anfang 2014 erledigt sein. Die Generalsanierung ist für 2018/2019 geplant und mit 21 Millionen Euro veranschlagt

SEVERINSBRÜCKE
Im Jahr 2009 wurde das Geländer erneuert, seit 2010 laufen die Arbeiten zum Korrosionsschutz für den Pylonen und die Schrägseile – sie dauern länger und werden deutlich teurer als geplant. Sie sollen im Februar 2013 abgeschlossen sein. Auf der Brücke dürfen derzeit nicht zwei KVBBahnen gleichzeitig fahren. Die Generalsanierung des Bauwerks soll nach Angaben der Verwaltung 2020/2021 in Angriff genommen werden und voraussichtlich knapp 40 Millionen Euro kosten.

RODENKIRCHENER BRÜCKE
Das in den 1950er Jahren nach der Kriegszerstörung wiederaufgebaute Bauwerk, das als Teil der Autobahn A4 den westlichen und östlichen Kölner Autobahnring verbindet, ist nach Angaben des Landesbetriebs Straßen NRW intakt. Arbeiten an der Brücke liegen bereits einige Zeit zurück:Wegen der starken Zunahme desVerkehrs wurde sie Anfang der 1990er Jahre durch einen „Zwilling“ erweitert, später wurden nach und nach die Hängeseile des Bauwerks ausgetauscht.

FRIEDRICH-EBERT-BRÜCKE
Umfangreiche Sanierungsarbeiten stehen an der Bonner Nordbrücke an: Die Fahrbahnübergänge werden ebenso erneuert (geplant für die Sommerferien 2014) wie alle Fahrstreifen, die Entwässerung in den Vorlandbrücken, dieAbdichtung, der Korrosionsschutz des 1967 eröffneten Bauwerks und einiges mehr. Die Instandsetzung wird nach Angaben des Landesbetriebs Straßen NRW voraussichtlich bis 2018 dauern und etwa 44 Millionen Euro kosten.

KENNEDY-BRÜCKE
An der mittleren der drei Bonner Rheinbrücken stehen keine Arbeiten an: Die dreieinhalbjährige Sanierung der 1948/49 errichteten Brücke wurde nach den Worten von Tiefbauamtsleiter Werner Bergmann im Juli vorigen Jahres abgeschlossen. Dabei wurde das Bauwerk unter anderem von 18 auf 26,80 Meter verbreitert, erhielt eine separate Spur für den öffentlichen Nahverkehr, überbreite Autofahrspuren und breite Geh- und Radwege. Die Kosten der Sanierung: rund 50 Millionen Euro.

KONRAD-ADENAUER-BRÜCKE
Auch die Bonner Südbrücke muss saniert werden: Was genau zu tun ist, wann die Arbeiten vorgenommen, wie teuer sie werden, steht allerdings noch nicht fest. Die Erneuerung der Fahrbahnübergänge soll 2013 vorgezogen werden. NachAngaben des Landesbetriebs Straßen NRW wird die Gesamtsanierung ähnliche Dimensionen haben wie bei der Nordbrücke; wenn die Arbeiten dort abgeschlossen sind, soll auf der Adenauer-Brücke begonnen werden – also frühestens 2018.

Neuigkeiten:

KSTA: Angst vor der Großbaustelle Autobahn

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17
Aug
2012

VERKEHR
SPD fordert ein Gesamtkonzept. Sondersitzung zum Bahnlärm geplant

Erst der weitere Ausbau der A3 von Mülheim bis zur Anschlussstelle Leverkusen, dann der Ausbau des Leverkusener Kreuzes, nun auch noch ein wahrscheinlicher Neubau der Rheinbrücke der A1 und womöglich eine Erneuerung der Stelzenautobahn – das zusammen erscheint wie eine gewaltige Großbaustelle mitten im Stadtgebiet, die in ein paar Jahren auf Leverkusen zukommt. Anlass für die SPD-Ratsfraktion, ein Gesamtkonzept für die Autobahnen im Stadtgebiet zu fordern, das die Stadtverwaltung vom Landesbetrieb Straßen NRW einfordern und mit diesem abstimmen soll. Damit soll vor allem die Belastung der Stadt während und nach der Bauzeit verringert werden. Wobei die SPD zunächst grundsätzlich fragt, ob das alles sein muss, ob es nicht vielleicht reicht, an die Rheinbrücke zwei Fahrbahnen für den Schwerlastverkehr anzubauen statt eine komplett neue Brücke zu errichten. Und welches Umleitungskonzept verhindern soll, dass der innerstädtische Verkehr zusammenbricht, wenn es auf dem Autobahnring gekracht hat. Neben den zu erwartenden zusätzlichen Staus auf den Autobahnen und im Stadtverkehr geht es also vor allem um den Immissions- und Lärmschutz. Sondersitzung gefordert Der spielt auch die zentrale Rolle bei den Plänen der Bahn für den Ausbau der S-Bahn-Strecke Köln–Düsseldorf für den Rhein- Ruhr-Express sowie die geplante Verstärkung des Güterzugverkehrs, die sich auf alle drei Bahnstrecken durch das Stadtgebiet auswirken wird. Nachdem die Bürgerliste in einigen Versammlungen dem Bürgerprotest den Weg gebahnt hat, will das Mehrheitsbündnis Jamaika plus (CDU, Grüne, FDP und Freie Wähler) nun eine Sondersitzung des Bauausschusses veranstalten, um „einen umfassenden und objektiven Sachstand“ zu vermitteln.Was die Bürgerliste wiederum veranlasst, gleich eine Sondersitzung des Rates und der drei Bezirksvertretungen zu fordern. (ger)

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