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SPD: BAB-Verkehrsgesamtkonzept für Leverkusen

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15
Aug
2012

Leverkusen, 15.08.2012

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Wir dürfen Sie bitten folgenden Antrag in die Tagesordnung der zuständigen Gremien zu setzen: Die Stadtverwaltung Leverkusen wird beauftragt mit Straßen NRW Kontakt aufzunehmen mit dem Ziel, ein Verkehrsgesamtkonzept für die durch Leverkusen führenden Autobahnen A1, A3 und A59 zu fordern, dieses mit der Stadt abzustimmen und der Bevölkerung zur Kenntnis zu geben. Ein solches Gesamtkonzept sollte u. a. folgende Fragestellungen aufgreifen:

- Ist die heutige Verkehrsführung der Autobahnen im Leverkusener Stadtgebiet noch zeitgemäß? Gibt es möglicherweise Varianten, die für Bürger und Umwelt von Vorteil sein könnten?

– Ist ein Neubau der Brücke wirklich nötig oder könnte der Anbau von zwei Spuren für den Schwerlastverkehr nicht ausreichend sein?

– Wie kann der Straßenbau so gestaltet werden, dass nicht – wie in den letzten Jahren leidvoll erlebt – bei einem Unfall auf dem Kölner Ring der innerstädtische Verkehr in Leverkusen zusammenbricht?

– Wie werden die Baumaßnahmen zeitlich und inhaltlich koordiniert. Wie ist der konkrete Bauablaufplan?

– Wie sieht ein weiträumiges Umleitungskonzept aus?

– Wie sieht die Konzeption zum Lärmschutz in der Bauzeit und vor allem nach Inbetriebnahme aus?

– Wie werden die Bürger über die anstehenden Maßnahmen im Vorfeld der Baumaßnahme und während der Bauzeit informiert?

Begründung:
An fünf Stellen im Leverkusener Stadtgebiet gibt es zurzeit Planungen für Um- und Ausbauten der Autobahnen A1 und A3. Am wenigsten problematisch erscheint dabei der vierspurige Ausbau der A3 aus Richtung Köln bis in etwa der Höhe des Rastplatzes Tilsit. Am anderen Ende der Skala steht der Bau einer Raststätte auf Leverkusener Gebiet, den die SPD-Fraktion nach wie vor nachdrücklich ablehnt. Vergleichsweise neu sind die Informationen zum Neubau der Rheinbrücke und der Notwendigkeit eines massiven Eingriffs in die Stelzenautobahn. Bezieht man hier die Planungen für einen Umbau des Leverkusener Kreuzes mit ein, so entsteht eine Baustelle gigantischen Ausmaßes mitten in der Stadt. Um die Belastungen für Bürger und Wirtschaft im Rahmen zu halten bedarf es eines Gesamtkonzeptes. Dieses muss die Stadt Leverkusen von Straßen NRW einfordern. Das Ziel jeglichen Umbaus, Ausbaus oder Erweiterungsbaus muss in erster Linie sein, die Belastung der Leverkusener Bevölkerung keinesfalls zu erhöhen. Im Gegenteil es müssen alle technisch möglichen Mittel eingesetzt werden um den Schutz für die Bürger zu verbessern. Insbesondere Lärm und Feinstaub spielen bei dieser Belastung eine erhebliche Rolle. Es müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden um diese Probleme zu minimieren. Denn dann, und nur dann, können die Veränderungen an den Autobahnen die Akzeptanz der Bürger Leverkusens finden.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Ippolito
Fraktionsvorsitzender

Heinz-Gerd Bast
Stv. Fraktionsvorsitzender

Neuigkeiten:

RP: A1-Plan: Abriss der Stelzenautobahn

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10
Aug
2012

Die Autobahn 1 wird von Rhein bis Leverkusener Kreuz zu einer einzigartigen Großbaustelle: Die Bauexperten fordern den Abriss der kompletten Stelzenautobahn zwischen BayArena und Rheinbrücke, die auch erneuert wird.

VON ULRICH SCHÜTZ
LEVERKUSEN Die Bauschäden und die Abnutzung an der Stelzenautobahn im Bereich Küppersteg und Wiesdorf sind so gravierend, dass die Experten der Autobahnbehörde Straßen. NRW den Abriss und Neubau empfehlen. Zusätzlich zu der schon geforderten Erneuerung der Rheinbrücke. Baustart für die Rheinbrücke soll „ca. 2025“ sein, kündigte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek bei seinem Besuch am Mittwoch in Leverkusen an. Experten halten diesen Termin für „sehr optimistisch“. In der Form eines Ideenwettbewerbs geht die Autobahnbehörde Straßen.NRW erst einmal europaweit auf die Suche nach einem Planungsbüro. „Das Projekt übersteigt unsere Kapazitäten“, sagte Jürgen Hermanns. Der Baufachmann von Straßen.NRW muss es wissen: Er wohnt in Leverkusen und kennt die komplexen Brückenführungen im Verlauf der A 1 und vor allem am Kreuz Leverkusen-West genau. Kampf um Autobahn in Hochlage Der Verschleiß der Stelzenautobahn durch die vielen und schweren Lastwagen ist ein Grund für die Neubaugedanken. Die andere große Herausforderung ist der geplante Ausbau der A 1 auf acht Spuren. So steht laut Hermanns über allen Ideen die Suche nach der Antwort auf die Generalfrage. „Wo wollen wir hin?“ Bleibt die Autobahn auf Stelzen? Dafür hatte der ehemalige SPD-Ratsherr Joachim Glöckner vehement gekämpft. Denn vor der Weiterführung der A 1 zur Rheinbrücke endete die Autobahn an der Bismarckstraße. Die Planer wollten die A 1 dann ebenerdig durch Wiesdorf und Küppersteg schlagen. Dies wurde gerade noch verhindert, erinnert sich Politiker Glöckner. „Wir sammeln jetzt Ideen für das Gesamtprojekt und prüfen die Realisierung“, versichert Hermanns. Auch da weiß er: Leichter gesagt, als getan. In Küppersteg läuft die Autobahn, die ja verbreitert werden soll, dicht am Bayer 04-Stadion und an Wohnhäusern vorbei. Es folgen die Bahnlinie, der Europaring, danach der Baumarkt, das EVL-Gelände mit dem Wasserturm und die Verbindungsstraße zwischen Westring und A 59-Auffahrt. Im Bereich Kreuz Leverkusen- West und Autobahnbrücke befinden sich die Schnellstraßen auf problematischem Untergrund: auf der ehemaligen, nicht komplett stabilen Bayer- und Stadtdeponie, die zum großen Teil vom Neulandpark abgedichtet wird. Wer die Verbindungsstrecke von der A 1 zur A 59 in den Jahren beobachtet hat, sah immer mal wieder Absackungen der Fahrbahnen in Höhe Bayer/Currenta- Verbrennungsanlage. Ob dieser Teil der Autobahnen, die Zu und die Abfahrten so bleiben oder anders geführt werden, dies sollen die Projektbeauftragten in dem Ideenwettstreit entwickeln. Wie die Rheinbrücke erneuert werden soll, auch dies ist offen. Leverkusens SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Ippolito forderte gestern ein Gesamtkonzept für alle Autobahnen samt Autobahnkreuz. Fakt ist: Der Ausbau der A 3 von Köln-Mülheim wird zunächst nur bis zum Willy-Brandt-Ring realisiert. „Wir wissen ja nicht, wie die ganzen Anschlüsse einer achtspurigen A 1 an die achtspurige A 3 zu bauen sind“, sagte Autobahnfachmann Hermanns. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn will die Planungen genau verfolgen. „Ich bin sicher, dass die Landesbehörde mit Uwe Dewes als Leiter der Niederlassung Rhein- Berg sehr wohl weiß, was sie tut

INFO
Rheinbrücke in Zahlen
Baubeginn: 1962 Freigabe (vier Spuren): 1965 Sechs Streifen seit 1986 Gesamtlänge: 687,32 Meter Breite: 37,1 Meter Stützweiten: 97,40 Meter an den Rändern; 106,26 Meter bei den ersten Innenfeldern; 280 Meter über dem Rhein. Verkehr 120 000 Fahrzeuge davon Lkw 14000, (Zahlen gelten pro Tag).

Neuigkeiten:

KSTA: Der Minister will schnell bauen

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9
Aug
2012

AUTOBAHNBRÜCKE
Michael Groschek bemüht sich in Berlin schon um die nötigen Milliarden

VON THOMAS KÄDING
300 Tonnen Stahl sind schon zur Verstärkung eingebaut worden. Jetzt werden noch 1080 Nahtstellen überprüft und bei Bedarf nachgeschweißt. Trotzdem wird die Rheinbrücke nie wieder so benutzt werden können wie zuvor: Die sechs Fahrspuren bleiben schmal, und mehr als 80 Stundenkilometer sind auch nicht mehr drin. 120 000 Autos, die täglich über die A 1 donnern, sind inzwischen zu viel für die 50 Jahre alte Konstruktion. Vor allem die 14 000 Lastwagen, die bisher ausgerechnet dort lang fuhren, wo nach den Plänen von 1962 nie ein Auto sein sollte, machen der 9400 Tonnen schweren Schrägseilbrücke den Garaus. Eigentlich hätte die Brücke, die 1965 nach drei Jahren Bauzeit eingeweiht wurde, noch mal fünf Jahrzehnte halten können. Davon sind die Ingenieure bei Straßen NRW nach wie vor überzeugt. Wäre da nicht das Problem, dass ausgerechnet die schwersten Autos auf den Flügeln der Brücke lasten. Und so wird die Leverkusener Rheinquerung das prominenteste Beispiel in Nordrhein-Westfalens Brückenprogramm. Das soll zehn Jahre lang laufen und wird um die dreieinhalb Milliarden Euro schwer. Geld, das vom Bund kommen muss, betonte am Mittwoch Michael Groschek. Der neue Landesverkehrsminister hat sich schon mal mit seinem Berliner Kollegen Peter Ramsauer getroffen und ist mit dem Gespräch ganz zufrieden: „Sehr sachlich“ habe man sich darüber ausgetauscht, dass die aufwendige Infrastruktur im größten Bundesland jetzt mal dran ist. Allein um die 30 Brücken müssen erneuert werden, weil sie den heutigen Belastungen nicht mehr standhalten. Denn die, das berichtete Winfried Pudenz am Fuß der Brücke, waren zu den Zeiten, als die Bauwerke geplant wurden, gar nicht abzusehen. Allein der Vergleich des Verkehrsaufkommens von 1986 mit heute zeige das, sagte der Chef des Landesbetriebs Straßenbau Nordrhein-Westfalen: Vor 26 Jahren fuhren täglich 72 000 Autos über die Rheinbrücke. Schon darauf habe man mit der Erweiterung von vier auf sechs Fahrspuren reagiert. Sicher ist heute, dass auch die 120 000 Fahrzeuge nicht die Spitze darstellen. Vor allem das Lkw-Aufkommen werde in den kommenden Jahren noch um 70 Prozent höher. Unterdessen ist das Maximalgewicht der Lastzüge von 26 auf 44 Tonnen gestiegen. Kopfzerbrechen – gerade auf den Brücken – bereiten den Straßenbauern auch die vielen Schwertransporte, die bevorzugt auf A 1, 2 oder 3 unterwegs sind. Es sind jedes Jahr mehr als 100 000, ebenfalls mit stark steigender Tendenz. Damit die Leverkusener Rheinquerung nicht zum Engpass wird, war man im Düsseldorfer Verkehrsministerium schnell mit einem Neubauauftrag bei der Hand. 2025 soll eine neue Brücke stehen. Mit acht Fahrstreifen plus Abbiegespuren zur und von der A 59. Ob dabei die alte Brücke Stück für Stück durch den Neubau ersetzt wird oder die Trasse verschoben werden kann, ist für Uwe Dewes eine ganz spannende Frage. Auf Leverkusener Seite ist eine neue Trassierung kaum denkbar – andererseits ist es auch nicht leicht, eine knapp 700 Meter lange Brücke über den Rhein Bauteil für Bauteil zu ersetzen. Denn außer den Autos müssen ja auch Schiffe die Stelle passieren. Klarer ist da schon, was Andreas Hentrich und seine normalerweise achtköpfige Mannschaft zu tun haben. Die Leute vom Stahlbau Nordhausen müssen in den nächsten Monaten alle 1080 Nahtstellen zwischen den Brückenflügeln und der stählernen Tragkonstruktion bearbeiten. An vielen Stellen gibt es Haarrisse, die die Stabilität der Brücke beeinträchtigen könnten. Dort muss geschweißt werden. Sicherheitshalber hat Straßen NRW auch das Intervall für die Hauptprüfung halbiert: Die Leverkusener Brücke wird jetzt alle drei Jahre einer großen Untersuchung unterzogen.

Am25. wird repariert
Die Dehnungsfuge an der Rheinbrücke wird bald richtig repariert: Am Samstag und Sonntag, 25. und 26. August, brauchen Bauarbeiter 40 Stunden Zeit, um die Fuge in Stand zu setzen. Dazu müssen auf der A 1 in beiden Richtungen jeweils zwei von drei Fahrspuren gesperrt werden. Die Fuge war im vorigen Dezember kaputt gegangen und nur notdürftig geflickt worden.

Gutachten bald fertig
Die Zahlen, auf deren Grundlage das Leverkusener Kreuz neu geplant wird, sollen im Herbst vorliegen. Das sagte Uwe Dewes, Leiter der Niederlassung Rhein-Berg von Straßen NRW. Das Kreuz muss 300 000 Autos pro Tag verkraften: 120 000 auf der Autobahn 1 und 180 000 auf der A 3. Die Lösung mit einem Überflieger war 2007 nach wissenschaftlicher Begutachtung verworfen worden.

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