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RP: Ingenieur Waldowski bemängelt A1-Verfahren

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27
Jan
2016

Der Leverkusener Ingenieur Lutz von Waldowski kämpft weiter für eine andere Lösung zum A1-/A3-Umbau, als die angedachten. In einem Schreiben an die Verkehrsminister Dobrindt (Bund) und Groschek (Land) legt er die Begründung zum Einspruch gegen den „Antrag auf Planfeststellung zum Ausbau der BAB A1 von Km 404+714 bis Km 409+264“ da, kritisiert aber zunächst: „Zwei Leverkusener Ingenieure mit kontinuierlicher Berufsausübung im Straßenbau und in der Tragwerksplanung von mehr als jeweils 40 Berufsjahren haben Ihnen seit Dezember 2013 bis Januar 2015 vier mit vielen technischen Details versehene Vorschläge zur Gesamtlösung des Autobahnausbaues der A1 und A3 im Stadtgebiet von Leverkusen mit der freundlichen Bitte um Prüfung unterbreitet“, heißt es da. In der Ratssitzung von vergangener Woche Montag „bekennt der mit der Ausarbeitung der Antragsunterlagen betraute Projektleiter öffentlich, dass unsere Vorschläge nicht geprüft wurden – entgegen den öffentlichen mündlichen und schriftlichen Bekundungen leitender Mitarbeiter des Landesbauministeriums in Düsseldorf“, moniert von Waldowski und kommt zur Begründung des Einspruchs, den er und weitere Bürger eingereicht haben. Erstens juristische Mängel: Die Splittung des Gesamtvorhabens in „drei zeitversetzte Planfeststellungsverfahren einer komplexen und räumlich eng begrenzten Verkehrsplanung schließt wesentliche Alternativlösungen… völlig aus und verhindert von vornherein eine ergebnisoffene Prüfung aller Möglichkeiten.“ Und: „Die schriftlich bestätigte Geheimhaltung der etwa zehn Verträge über die zu überbauende größte Giftmülldeponie Europas in unserem Stadtgebiet widerspricht dem Grundsatz, dass Gemeinwohl vor Privatschutz geht, bezogen hier auf die Verursacherhaftung“, kritisiert der Leverkusener.. Zweitens verwaltungsrechtliche Mängel: Im Planfeststellungsantrag sei nichts über eine Bund-Länder- Abstimmung, insbesondere nichts über das in der entsprechenden Verwaltungsvorschrift geforderte Kostenmanagement erwähnt. „Der Antrag schweigt über absolute Kosten und Kostenvergleiche der untersuchten und auch verworfenen Varianten und sogar zur Vorzugsvariante, wo doch die Kosten ein wesentliches Auswahlkriterium sind. Keine Auskunft gibt es über allein ca. 180 Mio. Zusatzkosten aus Abbruch und Neubau des Westkreuzes (A1/A59).“ Als Verstoß gegen das Verwaltungsrecht sieht von Waldowski auch an, dass Straßen.NRW die beim Umbau der A1 bevorzugte Variante vorzeitig veröffentlicht habe – noch „vor abgeschlossener Faktenprüfung durch die Antragstellerin“. Drittens formale/technische Mängel: Der Antrag enthalte bis auf drei Ausnahmen „keinen einzigen prüfbaren Kostenansatz. Ebenfalls gibt es im Antrag keine einzige Bodenuntersuchung (Bohrprofile, kein vorläufiges Bodengutachten) und das auf einer Giftmülldeponie mit gefährlichen chemischen Ablagerungen in unmittelbarer Nähe von 160.000 Stadtbewohnern“, bemängelt der Ingenieur scharf. „Standsicherheit, Gefährdung und Kostenansätze sind nicht prüffähig und der Antrag ist damit nicht genehmigungsfähig.“ Lutz von Waldowski schließt an: „Was sagt eigentlich der Steuerzahler zu einem solch mangelhaften Verfahrensablauf?“

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RP: Neue Brücken

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20
Jan
2016

Neuer A1-Chefplaner

In Ihrem Artikel gehen Sie auch auf Äußerungen von Herrn von Waldowski ein, die zumindest in einem Punkt falsch waren, falsch sind und falsch bleiben, egal wie oft sie wiederholt werden. Beim Ausbau und Erweiterung der A 1 müssen im Kreuz Leverkusen-West alle Brücken über (oder unter) der/die A 1 ersetzt werden, unabhängig vom Bauzustand! Diese Brücken müssen neu gebaut werden, da deren bisherigen Spannweiten (bzw. Breiten) für die erweiterte A 1 nicht ausreichen. Dies gilt ebenso für die von Herrn von Waldowski bevorzugte „Südtrasse“, die auch ich befürworte.

Dr. Peter Knopf, Leverkusen

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DIALOG: Der Spaghetti-Knoten sitzt fester als gedacht

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16
Apr
2015

Kreuz Leverkusen-West: Vorübergehende Umleitung erforderlich

Das Autobahnkreuz Leverkusen-West umbauen, ohne auch nur eine Auf- und Abfahrt zu kappen – das war der ursprüngliche Plan von Straßen.NRW. Doch so einfach lässt sich der Spaghetti-Knoten nicht entwirren. Der Ansatz, die neuen Rampen immer unmittelbar neben den bestehenden zu errichten, musste verworfen werden. Auswirkungen hat dies vor allem auf den Verkehr, der von der A 1 in Richtung Leverkusener Zentrum abfährt.

Breitere Fahrstreifen, größere Kurvenradien – aber wenig Platz: das Kreuz Leverkusen- West fordert die Planer im besonderen Maße heraus. Noch im vergangenen Herbst waren sie zuversichtlich, sämtliche Verbindungen im Kreuz aufrecht zu erhalten. „Es wird eng, aber es passt“, fassten wir den Stand der Planungen in der Erstausgabe der DIALOG (Download unter www.a-bei-lev.nrw.de) zusammen. Eine Aussage, die heute nicht mehr vollständig haltbar ist. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Einer ist die Tatsache, dass der Platz an einzelnen Punkten schlichtweg nicht ausreicht. So kollidieren die Planungen für die neue Rampe von der A 1 auf die A 59, die ursprünglich nördlich neben dem bestehenden Bauwerk errichtet werden sollte, mit der wichtigen Zufahrt zum Entsorgungszent rum des Chempark-Betreibers Currenta. Sie wird nun in südlicher Lage gebaut. Dies hat Auswirkungen auf das Rampenbauwerk von Köln kommend in Richtung Leverkusen-Zentrum bzw. Richtung A 59. Dieses Bauwerk muss nun an gleicher Stelle neu errichtet werden. Der Landesbetrieb beabsichtigt, eine Behelfsstraße für diesen Zeitraum einzurichten – sie führt den Verkehr von der A 1 aus Koblenz direkt auf den Westring in Richtung Kreisverkehr und Rhein- Allee. Des Weiteren möchte Straßen.NRW größere, dauerhafte Eingriffe in das Überschwemmungsgebiet des Rheins sowie in die Deponie Bürrig vermeiden. Demnach wird die A 1-Abfahrt in Richtung Leverkusener Zentrum nicht, wie anfangs geplant, seitlich versetzt, sondern in gleicher Lage errichtet. Ganz ohne Umleitung geht es daher nicht. Bis die neue Rampe in Richtung Leverkusen fertig ist, werden Fahrzeuge aus Dortmund über die A 59 zur nördlich gelegenen Anschlussstelle Rheindorf und von dort zurück in die Gegenrichtung gelenkt. Dadurch kommt ein Um weg von sieben Kilometern zustande, je nach Verkehrslage müssen Autofahrer mit einem Zeitverlust von fünf bis zehn Minuten rechnen.

Spaghettiknoten

Der Verkehr von der A 1 aus Dortmund in Richtung Leverkusener Zentrum wird über Rheindorf umgeleitet – der Ver kehr aus Koblenz über ein Provisorium über den Westring.

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