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KSTA: Aus für den kleinen Tunnel?

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15
Mrz
2016

Schoofs wertet Gutachten von Verkehrsplanern als seinen Durchbruch

Erhard Schoofs von der Bürgerliste freut sich: Am vergangenen Samstag bekam er ein Gutachten in die Hand gedrückt. In dem geht es mal wieder um das derzeit wohl wichtigste Politikum Leverkusens: die Sache mit der Stelze, dem Tunnel und der Brücke. Kurzum: Was geschieht bei einem Brücken-Neubau über den Rhein mit der Autobahn, die dahinter durch die Stadt führt? In dem Gutachten, in Auftrag gegeben vom Landesbetrieb Straßen NRW, kommen drei Diplomingenieure zum Ergebnis, dass die „kleine Tunnellösung“ für das Autobahn-Problem eben keine Lösung ist. „Und das“, sagt Schoofs, „ist ein Geschenk des Himmels und Wasser auf unsere Mühlen.“ Denn er und seine Partei haben sich von Beginn an gegen diese kleine Lösung ausgesprochen, wurden aber von niemandem ernsthaft gehört. Zur Erklärung: Drei mögliche Varianten gibt es für den Neubau der maroden Rheinbrücke zwischen Leverkusen und Köln. Erstens: Die Brücke wird neu und größer gebaut – und ebenso die daran anschließende und bis zum Autobahnkreuz führende Stelze. Zweitens: Die Brücke wird neu und größer errichtet – anstelle der Stelze aber führt ein kurzer Tunnel die Autobahn vom Wasserturm bis zum Autobahnkreuz. Drittens: Es gibt weder eine neue Brücke noch eine neue Stelze, sondern nur einen langen Tunnel, der von Niehl aus unter dem Rhein entlang bis hinter das Autobahnkreuz führt. Genau das will die Bürgerliste. Das Problem: Bislang weigerten sich alle anderen Parteien, die Machbarkeit genau dieser Lösung zu prüfen. Schoofs vermutet dahinter reine Frackigkeit. Dabei sei die große Tunnellösung doch die bürgerfreundlichste, schnellste und billigste: „Wir gehen auf der anderen Rheinseite in die Erde und kommen am Autobahnkreuz wieder raus. Alle Experten, die wir als Partei bislang auf eigene Kosten dazu befragt haben, sagen, das sei kein Problem.“ Im Falle eines großen Tunnels würden zudem weder der rechtsrheinisch unter der Erde gelagerte, bislang fest umschlossene Giftmüll von Bayer angerührt. Noch gebe es oberirdische Baustellen wie bei den anderen beiden Lösungen. Vor allem aber – und hier kommt das neue Gutachten von Straßen NRW ins Spiel – stelle sich nun heraus, dass die kleine Tunnellösung rechtlich gar nicht möglich sei. Denn der Tunnel würde nicht unterirdisch, sondern „offen“ gebaut und erst ganz am Schluss von oben verschlossen. Das bedeute: Die alte Stelze würde während der Bauarbeiten zwar weiterhin benutzt, aber auf beiden Fahrbahnseiten verengt werden. Und in diesem Fall sei sie viel zu eng, um die regelmäßig in beiden Richtungen verkehrenden, großen Gefahrguttransporte sicher fahren zu lassen. Aus diesem Grund wollen Schoofs und die Bürgerliste nun einen neuen Versuch unternehmen, die Leverkusener – vor allem die im Rathaus – hinter sich zu bringen: Zur Ratssitzung am kommenden Freitag reichen sie einen Antrag ein. In dem berufen sich auf das neue Gutachten. Und in dem fordern sie, endlich auch die große Tunnellösung zu prüfen. Die sei bislang nämlich außen vor geblieben. Übrigens: Sollte die Sache mit dem Antrag scheitern, werde die Bürgerliste den Kampf vor Gericht weiterführen.

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RP: A1: Bürgerliste hofft auf Wende

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15
Mrz
2016

Als großen Durchbruch für eine „lange Tunnellösung“ wertet Erhard Schoofs, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, eine Machbarkeitsstudie im Auftrag des Landesbetriebs Straßenbau. Sie wurde für die Variante eines kurzen Tunnels erstellt, den der Leverkusener Stadtrat als Alternative zu den geplanten neuen Stelzenbrücken für die Autobahn A 1 favorisiert. „Die Studie wurde mir am Freitag zugespielt“, berichtete Schoofs gestern. „Und wenn sie stimmt, ist sie Wasser auf unsere Mühlen. Denn die Gutachter kommen darin zum Schluss, dass die kurze Tunnellösung vom Wasserturm bis zum Leverkusener Kreuz nicht umsetzbar ist.“ Grund: die Verkehrsführung auf engstem Raum, insbesondere während der Bauzeit. „Weil Gefahrguttransporter dort im Gegenverkehr dicht aneinander vorbeigeführt werden sollen, ginge von ihnen eine zu große Gefahr aus.“ Die Bürgerliste wolle nun bei der Sondersitzung des Rates am Freitag alle Gegner der Stelzen-Brücken dafür gewinnen, eine Prüfung eines langen Tunnels von Köln-Niehl bis zum Leverkusener Kreuz zu beantragen, sagt Schoofs. „Bislang glauben wir zwar, dass sie die beste Lösung wäre, aber untersucht worden ist das noch nicht.“ Rund eine Woche sei für eine solche Prüfung zu veranschlagen, außerdem rund 30.000 Euro Gutachterkosten, die der Bund zu zahlen hätte. Nach Angaben von Straßen NRW bedeutet die zitierte Machbarkeitsstudie jedoch noch nicht das Aus eines kurzen Tunnels. „Die komplette Machbarkeitsstudie ist noch gar nicht fertig“, erklärt Sprecher Laurenz Braunisch. „Der umweltfachliche Teil steht aus. Er soll Ende März/Anfang April kommen und muss dann noch in die fachliche Abstimmung.“ Die von der Bürgerliste zitierte Machbarkeitsstudie beziehe sich nur auf den Aspekt der Gefahrguttransporte. „Der muss bei jedem größeren Bauvorhaben geprüft werden.“ Und so heißt es darin nur: „Eine beschränkungsfreie Nutzung des Tunnels durch Gefahrguttransport kann daher nicht ausgesprochen werden.“ Sollte die Tunnelvariante weiterverfolgt werden, müssten „geeignete Umfahrungsstrecken gesucht“ und geprüft werden. „Die Studie ist übrigens nicht geheim, sondern auf unserer Internetseite veröffentlicht“, sagt Braunisch.

Neuigkeiten:

RP: Lautstarkes Misstrauen gegen A1-Planer

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19
Jan
2016

Im Stadtrat wurden die Experten von Straßen.NRW gestern heftig attackiert – vor allem aus den Zuschauerreihen.

Eine große politische Überraschung verkam gestern Abend in der Sitzung des Leverkusener Stadtrats fast zur Randnotiz: Der in den vergangenen Tagen veröffentlichte „gemeinsame“ Antrag von CDU, OP Plus und Grünen, beim Neubau der Leverkusener Rheinbrücke auf zusätzliche Fahrspuren zu verzichten und das neue Bauwerk lediglich um Standstreifen zu verbreitern, entpuppte sich gestern als Bündnis-interne Luftnummer, hinter der offenbar nur die Grünen wirklich standen. CDU und die Opladener Wählergemeinschaft zogen die schriftlich veröffentlichten Aussagen jedenfalls zurück und sprachen von Missverständnissen in der Abstimmung. Aus CDU-Kreisen verlautete am Rande der Sitzung, man habe überhaupt kein Interesse, sich mit einer Festschreibung der derzeitigen Kapazität der Rheinbrücke „den Dauerstau zu zementieren“ geschweige denn an den Realitäten des immer weiter steigenden Verkehrs am Leverkusener Kreuz vorbei zu planen. Wer da vorgeprescht ist, und welche Konsequenzen das womöglich für die weitere Zusammenarbeit hat, das alles ging gestern jedoch in Geschrei und massiven Anschuldigungen unter, die sich die Vertreter des Landesbetriebs Straßenbau (Straßen. NRW) vor allem aus dem Publikum im voll besetzten Ratssaal gefallen lassen mussten. Die Landesplaner waren gekommen, um Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für den zweiten Bauabschnitt zu präsentieren, in dem es auch um die Entscheidung geht, ob Leverkusen eine ausgebaute Stelzen- Autobahn oder eine Tunnellösung bekommt. Dabei schnitten die vorgestellten Tunnel-Varianten allesamt schlechter ab.„ Sie haben doch schon längst eine Vorzugsvariante und präsentieren uns hier bewusst Daten, die den Tunnel schlecht aussehen lassen“, lautete ein Vorwurf. Auch Bürgerlisten-Fraktionschef Erhard Schoofs unterstellte dem früheren Chefplaner Christoph Jansen und seinem Nachfolger Thomas Raithel, sie hätten Kosten für eine Tunnelvariante deutlich zu hoch angesetzt: „Wir haben auch mit Experten gesprochen und Tunnelbauern, die auf deutlich weniger Kosten kommen“, behauptete er. „Die können auch Ihnen gerne mal ein Gutachten erstellen“, bot Schoofs an. Vor allem der von Straßen.NRW geplante Eingriff in die Altlasten- Deponie Dhünnaue sorgte für Emotionen im Saal. Die von den Planern versprochene Sicherheit für Arbeiter und Bevölkerung sei schlichtweg nicht kalkulierbar, hieß es. Insbesondere der ehemalige Grünen- Funktionär Klaus Wolf und der Ingenieur Rolf Kraneis brüllten mehrfach ihre Meinung laut in den Saal und ließen sich auch von Aufforderungen des Oberbürgermeisters, sich an die Hausordnung zu halten, nicht bremsen. Kraneis warf den Straßen.NRW-Experten sogar Gesetzesbruch vor. Ein Riss ging auch durch manche Partei. So stellte sich etwa Dr. Hans Klose gegen seine Mitstreiter aus der SPD, die das Projekt grundsätzlich unterstützen und sich dem von der Stadtverwaltung vorgelegten Resolutionsentwurf anschlossen. Der befürwortet zwar auch den Tunnel, stellt aber die Planung nicht grundsätzlich infrage. Ebenso schloss sich die CDU trotz einiger Vorbehalte an. Das brachte am Ende zwar eine deutliche Mehrheit, aber keineswegs Frieden in den Saal. Das Projekt bleibt massiv umstritten.

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